Was kostet eine Akkuladung für das E-Bike NCM Moscow?

Vielleicht interessiert es jemanden. Mich hat die Frage beschäftigt, wie lange es dauern würde, bis sich mein Pedelec „rechnet“ im Vergleich zum Auto. Wie viele Kilometer müsste ich statt des Autos das Bike verwenden, um den Kaufpreis wieder reinzuradeln? Ich weiß selbst, dass die Rechnung hinkt und vielleicht auch Quatsch ist, ich wollte es aber zumindest versuchen. Für alle, die es nicht wissen (also die meisten): Ich hatte mich für ein NCM Moscow mit 36V/250W-Motor entschieden und bin bisher sehr zufrieden. (Hier der erste Beitrag)
Die Berechnung erfolgt, ohne Wartung, Verschleiß, Kaufpreis, Ladevolumen und Fahrkomfort zu berücksichtigen, also wirklich nur auf Basis der Treibstoff- bzw. Stromkosten.
Mein Bus braucht im Mittel etwa 8l Diesel auf 100km, wenn ich meine Arbeitsstrecke zugrunde lege. Ein Weg zur Arbeit und wieder zurück sind etwa 55km, d.h. ganz grob komme ich mit 4l Diesel einen Tag zur Arbeit und wieder zurück. Ein Liter Diesel kostet im Moment etwa 1,10 Euro, d.h. einen Tag arbeiten kostet 4,40€. Einmal den Akku vollladen entsprechen beim NCM ca. 500Wh, also 0,5kWh. Eine Kilowattstunde kostet angenommene 30 Cent (in Wirklichkeit etwas weniger), d.h. eine Ladung gerade mal 15 Cent. Das E-Bike kommt mir einer Akkuladung auf diesem Streckenprofil rund 80km weit, allerdings ist der Weg zur Arbeit über die direkteren Feldwege auch etwas kürzer, nur etwa 21km. Wir kommen also fast 2 Tage in die Arbeit für gerade mal 15 Cent.
Jetzt rechnen wir mal sehr konservativ und zum Vorteil des Autos. Wir nehmen an, die Dieselkosten pro Arbeitstag lägen bei nur 4 Euro und die Stromkosten für einen Tag bei 20 Cent (würde dann bedeuten, man würde jede Nacht laden). Der direkte Unterschied beträgt also 3,80 Euro. Wenn ich jetzt die 1049,- Euro durch die 3,80 Euro teile, komme ich auf 276 Tage, die ich statt des Autos das Pedelec nutzen müsste, um den Kaufpreis zu amortisieren. Nun bin ich mal ehrlich: Es wird voraussichtlich im Jahr 10 Tage geben, an denen das Wetter passt, die Termine in der Firma passen, nichts zu transportieren ist und ich einigermaßen Lust habe, um mit dem Fahrrad zu fahren. Es dauert also 27 Jahre, bis es sich amortisiert hat :).
Rein von den Kosten her betrachtet darf man sich (bzw. ich mich) also nicht für ein E-Bike entscheiden, wobei man vielleicht noch die kurzen Strecken zur Packstation, Post und vielleicht auch mal zum Einkaufen rechnen müsste. Bei diesen Kurzstrecken steigt der Dieselverbrauch utopisch auf über 20 Liter, allerdings kommen da im Jahr kaum mehr als 100km zusammen. Diese Extra-20-Euro würde man sich künftig also sparen, fallen aber nicht ins Gewicht.
Lösung? Mit dem Auto aggressiver fahren! Wenn man es schafft, den Verbrauch nur zu verdreifachen, hat sich bei meiner Nutzung das Rad schon innerhalb von 9 Jahren rentiert!
Ach so: Ein Akku hält wohl so 300-500 Ladezyklen. Und ein neuer kostet… ach, schaut selbst!

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