Kawasaki Z1000 vs. iPhone 4

Die Frage ist natürlich, ob man sein iPhone auf einem Moped befestigen will, auf dem man sich selbst schon kaum mehr festhalten kann, wenn der digitale Geschwindkeitsmesser mal gegen die 200 wandert. Aber dafür ist der Halter auch gar nicht gedacht – die Bedienung der Touchoberfläche klappt ja mit normalen Handschuhen sowieso nicht. Klar, man kann sich mit einem leitfähigen Faden bzw. dünnen Draht helfen, den man sich in die Kuppe – vom Handschuh, nicht vom Finger (!) – näht und der den Kontakt zwischen Haut und iPhone sicherstellt – aber muss das sein? Es kann also gar keine saubere Alltagslösung werden. Der Halter soll vielmehr dann zum Einsatz kommen, wenn es in urbane Landschaften geht und diese vielleicht mal von einer kurzen Landstraßenpassage unterbrochen werden. Auf längeren Strecken lande sogar ich in der ungefähr richtigen Himmelsrichtung, brauche dafür also kein Navigationsprogramm – ein einfacher Kompass, der große ADAC-Atlas, ein paar Detailkarten und genug frisches Trinkwasser reichen mir meist, um das Ziel zu finden.

Die letzten Ausflüge haben mir deutlich gezeigt, dass ich, einmal im Zielort angekommen, trotzdem noch ewig suchen kann und es dann darauf hinausläuft, alle paar Kreuzungen rechts ran zu fahren, Moped aus, Handschuhe aus, Jacke auf, iPhone raus, Navi an, Strecke merken und anschließend alles wieder in umgekehrter Reihenfolge. Alles? Richtig, alles in umgekehrter Reihenfolge, was das Vergessen der soeben gemerkten Strecke mit einschließt… Das Spiel wiederholt sich dann in der Regel solange, bis mir Passanten unaufgefordert den Weg zeigen, weil sie das Motorengeräusch über die letzten paar Stunden einfach nervt und sie jetzt dann auch langsam ins Bett wollen.

iPhone Fahrrad- und Motorradhalter

Der Einbau – Teil 1

Ich dachte mir eigentlich, dass ich an der Lenkerstange locker Platz für einen fertig gebauten Halter finden würde und auf keine Selbstbaulösung zurückgreifen müsse. Darum kam der Bestellvorgang beim großen Onlineversandhaus auch VOR dem nochmaligen Kontrollieren der tatsächlichen Begebenheiten… Ein bisschen skeptisch ist man natürlich, wenn sich die Artikelbeschreibung aus Worten wie „Fahrrad-“ Schrägstrich „Motorradhalter“ zusammensetzt. Dass auf einem Fahrrad ungleich weniger Vibrationen stattfinden, als auf einem Motorrad, scheint einleuchtend. Für 15 Euro oder so musste ich das Ding trotzdem bestellen und ich kann – ungetestet – sagen, es macht einen ganz soliden Eindruck. Ohne zusätzliche Befestigung durch Kabelbinder o.ä. würde ich da aber dennoch kein Handy reinstecken…

Wie man auf dem folgenden Bild erkennen kann, hab‘ ich leider deutlich weniger Platz am Lenker und außerdem fügt sich der Halter (auch mit eingesetztem iPhone) überhaupt nicht ins schicke Z-Bild ein.

Kawasaki Z1000 mit iPhone 4 Halterung

Damit das taucht, muss der Halter a) irgendwie weiter in die Mitte und b) damit im Idealfall ein wenig hinter die riesige Frontscheibe. Damit wäre das Teil dann vielleicht wenigstens ein bisschen vor dem Fahrtwind geschützt. Wer im Sommer schonmal nach längerer Fahrt die Insekten aus den Haaren der üppig bewachsenen Brust friemeln musste (klar fahr‘ ich oben ohne!), der weiß, dass man die Pampe nicht im Kopfhörerausgang des iPhones haben möchte! Der Kollege vom Squalus-Do-It-Yourself-Portal hat sich mal damit beholfen, eine Querstrebe ins Cockpit zu bauen. Allerdings reden wir dort von einer BMW, bei der man das Cockpit auch Cockpit nennen kann. Die Idee der Querstrebe ist aber vielleicht auch für mich passend – wenn ich die Krümmung im Lenker mit einem geraden Alurohr überbrücken könnte, würde das iPhone weiter in die Mitte kommen. Ich glaub, ich fahre jetzt dann mal in den Baumarkt und arbeite mich ein paar Stunden in die Kunst des Rohrverformens ein – oder wie das auch immer heißt (ich sag‘ am besten der Infofrau, dass ich gern ein riesen Rohr verlegen möchte, dann hilft sie mir sicher weiter…*). So wäre mal die Idee:

Querstrebe?

*Ja, ich weiss selber, dass der schlecht war, aber was einmal geschrieben steht, wird nicht mehr gelöscht – alter Bloggercodex!

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3 Antworten

  1. Olaf Jäger sagt:

    Mal nur so kurz gesponnen: Vielleicht bietet sich auch eine Querstrebe von Spiegel zu Spiegel an, dann müsstest Du evtl. das Rohr nicht einmal verbiegen.

    • Olaf Jäger sagt:

      Ok, ich gebe zu, dass das, im Nachhinein betrachtet, wahrscheinlich ziemlich beknackt aussehen würde. *g*

      • Simon sagt:

        Freut mich, dass du das selbst so siehst :) Ich war jetzt tatsächlich im Baumarkt und hab auch schon angefangen, allerdings wird’s irgendwie recht früh dunkel in dieser dämlichen Jahreszeit… ich bin mal gespannt, ob’s was wird. Aber nachdem ich oben eine Überschrift schon „Teil 1“ genannt hab, muss ich ja auf jeden Fall weitermachen…

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